positives Denken

Positiv Denken ist auch eine der fünf wichtigen Säulen. Alle bauen aufeinander auf, wenn eine geringgradig ausgebildet ist, steht das Dach zum Glück schief. Im schlimmsten Falle bricht das Haus zusammen, deshalb sind alle Säulen gleich wichtig und dürfen kein großes Ungleichgewicht erfahren!
„Der Körper ist die kleine Gesundheit, der Geist die Große“ sagte bereits Nietzsche. Der war zwar genial und verrückt zugleich, aber er hat es auf den Punkt gebracht. Mit unserem Geist entscheiden wir immer abschließend über unsere Gesundheit. 
Schwerkranke Patienten auf einer Intensivstation die sich selbst aufgeben, sind trotz aller medizinisch möglicher Maßnahmen meist nicht zu retten. Umgekehrt können Patienten sich häufig trotz schlechtester Prognosen wieder selbst an den Haaren aus dem Krankheitssumpf ziehen. 
Bemerkenswertes Phänomen. Das beschäftigt mich schon lange und ich bewundere den menschlichen Geist aufs Äußerste, deshalb widme ich ihm diesen Abschnitt und bezeichne ihn als eine tragende Säule unseres Wesens.
Wir dürfen positives Denken als Hoffnung und standhaften Glauben interpretieren, als Gewissheit die sich aus sich selbst nährt.
Positives Denken klingt ein wenig wie Hokuspokus und Esoterik in einem. In den letzten beiden hier zehnten hat jedoch die Glücksforschung an den Universitäten Einzug gehalten und es gibt umfangreiche und valide Beweise, was unser individuelles Glück beeinflusst und wie wir es steuern können.
Wenn wir uns aussuchen könnten, ob wir uns persönlich weiter entwickeln wollen oder mehr Glück im Leben wünschen, dann sind sich die meisten Menschen einig und wählen das Glück. Wenn Eltern gefragt werden ob sie für ihre Kinder eine umfangreiche Weiterentwicklung wünschen oder lieber alles Glück der Welt, dann wählen auch diese das Glück. Interessant ist jedoch, dass die Glücksforschung herausgefunden hat, dass die Maßnahmen für beide Bereiche die selben sind. Mit einer persönlichen Weiterentwicklung erreichen wir nämlich das Glück. 
Nur klingt die persönliche Weiterentwicklung vor allem nach viel Arbeit. Und Glück scheint über Nacht zu kommen. So wie ein Lottogewinn. Der ist allerdings meist schnell aufgebraucht. Da fehlt das passende Mindset, die positive Denkweise.
Eine positive Denkweise drückt sich mitunter durch unsere Sprache aus. Auch hier gibt es dank moderner Technik umfangreiche Daten in Bezug auf Sprache und Wahrscheinlichkeit an bestimmten Erkrankungen zu leiden. Neulich hatte man über Twitter 80 Millionen Nachrichten ausgewertet und die Wörter in positive und negative unterteilt. Aufgefallen ist, dass in den Regionen, in denen negative Worte verwendet worden sind, vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen stattfanden, wiederum in Regionen in denen positive Wörter verwendet wurden, sind sehr viel weniger von diesen Erkrankungen aufgetreten.
Diese Denkweise wird nicht durch ein aufgesetztes Dauergrinsen erreicht, auch wenn uns das in der eigenen Stimmungslage kurzzeitig sogar helfen könnte. Das Lächeln darf von innen kommen und den eigenen Zustand widerspiegeln.
Jetzt sind wir Menschen Lebewesen, die in Gesellschaft leben und aufeinander angewiesenen sind. Die Meinung anderer ist uns sehr wichtig. Die Fremdwahrnehmung ist oft auch eine andere als die eigene. Der schlechte Umgang mit Kritik kann eine unserer Urängste aktivieren. Wir fühlen uns dann schnell ausgeschlossen und niedergeschlagen, verlieren gar unseren Stolz und Antrieb. Vor allem wenn nahe Angehörige, deren Meinung uns stets wichtig ist, von unserem eingeschlagenen Weg abraten – aus welchem Grund auch immer – dann geraten wir unweigerlich in ein Dilemma. Wir müssen uns plötzlich entscheiden, wollen aber Freunde und Verwandte nicht vor den Kopf stoßen und ihnen praktisch vorleben, was sie wider besseren Wissens falsch machen. 
Eine konstruktive Art und Weise mit Kritik im Allgemeinen umzugehen, hilft bei der Verbesserung der Situation und unserer persönlichen Weiterentwicklung in dem wir den Tipp annehmen oder ihn disqualifizieren, weil er bei näherer Betrachtung nicht angemessen ist. Ein Trick mit jeder, also auch negativer, Kritik positiv umzugehen ist, sie als Feedback zu betrachten für die man immer dankbar sein darf. Dieses Vorgehen überrascht die meisten Kritiker und gibt ihnen auch das Gefühl etwas Sinnvolles getan zu haben. Sie werden von da an immer versuchen wieder konstruktive Kritik zu üben, da deren Meinung gehört und umgesetzt wird. 
Jeder möchte etwas bewirken auf dieser Welt. Das ist menschlich, also seien wir zueinander menschlicher, als bisher.
Positiv Denken hat auch viel mit aktivem Zuhören zu tun. Wenn sich jemand wahrgenommen fühlt, weil man ihm richtig zuhört und nicht ständig mit Ratschlägen unterbrochen wird, die man sich selbst geben kann, dann ist schon viel geholfen.
Will ich meine nächsten 5 Jahre vorhersehen, dann brauche ich nur die letzten 5 Jahre ansehen und diese in die Zukunft übertragen. Die Umstände werden alle gleich bleiben, selten ändern sich diese. Das Wetter, der Job, die Familie, die Hobbies, der Alltag… wenn du also etwas in deinen nächsten 5 Jahren verbessern willst, darfst du dich ändern. 
Und vergiss die Willenskraft. Die ist nicht das Ausschlaggebende. Es ist vielmehr die Entscheidung jeden Tag etwas zunächst unbedeutend Wirkendes zu tun, das dich in der richtigen Spur hält.
Kleinstschritte bringen dich gezielt zu deinem Erfolg. Egal was du dir bewusst vorgenommen hast.

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