Bewegung

Bewegung verbinden die meisten Menschen mit Sport, Schweiß, Anstrengung und dem inneren Schweinehund. Es ist noch viel mehr als das.
Bewegung ist einfach nur Leben.
Bewegung unterscheidet uns nämlich von einem Stein. Wir sind beseelt und unterliegen einer grundlegenden Dynamik. Wir sind als bewegliche Wesen gebaut worden und nicht zum Dauersitzen oder -liegen.
Jetzt kennt der moderne Mensch eine Vielzahl dynamischer Aktivitäten. Wenn ich auf meinem Handy die Sportapplikation öffne werden mir allein schon 36 (?!?) Stück angeboten. Und wenn ich mich so umhöre, dann spricht der Eine oder die Andere nur Gutes über seine oder ihre Sportart, das sei der letzte Schrei, voll gut und seitdem fühle man sich total toll danach. Optimal also, oder?
Alle Jahre wieder kommen Sie, die guten Vorsätze. Es gibt dann neueste Fitness Angebote, Kurse, tolle Bücher, Seminare, Coaching und Prävention durch die Krankenkassen. Also unendlich viele Angebote, Tendenz steigend. Aber die Menschen werden trotzdem in der Summe immer fetter!

Schwitzen? Nein danke! Zeit für Sport? No way! Einem Verein beitreten? Pfui! Das ist alles unflexibel, anstrengend und auch peinlich!

Es ist und bleibt deshalb eine ganz individuelle Geschichte, denn entscheidend ist etwas zu machen und einzuhalten, das man sich selbst verspricht. Mit einem klar definierten Ziel. Und dabei ist es egal, ob man 8000 Schritte am Tag läuft oder drei Mal die Woche zu Pilates geht und ordentlich schwitzt. Es geht grundsätzlich um Bewegung, eine menschliche Tätigkeit, die uns im Mutterleib bereits geschenkt wurde.
Und Bewegung muss überhaupt nicht schweißtreibend sein. Wir dürfen uns einfach bewegen. „Wieviel muss ich mich bewegen?“, werde ich oft gefragt. Alle Experten weltweit scheinen sich bei einer Zahl zwischen 7.500 und 10.000 Schritten pro Tag einig zu sein. Das ist natürlich nur dann erreichbar, wenn du es misst. Moderne Handys können bereits nebenbei Schritte zählen, das ist zwar nicht immer sehr genau, aber es hilft, da man das Handy immer dabei hat. Ein Fitnesstracker oder ein Schrittzähler ist meist günstiger und genauer als ein Handy mit dieser Funktion.
Ich habe beide Systeme parallel genutzt und festgestellt, dass der Fitnesstracker am Handgelenk sehr motivierend war, er hatte mich regelmäßig an fehlende Bewegung erinnert, weil ich es so wollte. Das war gut. Und so konnte ich nach nur drei Monaten voll motiviert vom Nichtläufer zum 10km Wettkampfteilnehmer mutieren. Vorher hatte ich nach 10 min. Knieschmerzen, danach konnte ich mehr als eine Stunde hohes Tempo durchlaufen! Soll einer noch sagen, Sport ist Mord… Ich habe mich noch nie besser gefühlt!
Wer in einer Woche dann alternativ oder zusätzlich drei Mal eine mindestens 30-minütige Einheit schweißtreibenden Sport (Laufen, Schwimmer, Körpergewichtsübungen, Aerobic, …) mit hoher Intensität durchführt, der ist auf dem besten Weg zum eigenen Ziel.
Das Jahr gespickt mit sportlichen Highlights, vielleicht eine geplante Sporteinheit in einem anderen Urlaubsland, eine Wettkampfteilnahme bei einer Mindestzeit als Teilnahmevoraussetzung, ein Volkslauf oder ein Sportfest mit vielen Bekannten, kann unheimlich motivierend sein, auf dem Weg zum eigenen Gipfelkreuz.
Die Menge und Häufigkeit an Bewegung entscheidet darüber, wie hoch du dein Potential bereits optimiert hast.
Wir können hier mit Schulnoten arbeiten:
1 – mindestens 50.000 Schritte und 3 Mal Sport à 30 min in der Woche
2 – mindestens 50.000 Schritte und 2 Mal Sport à 30 min in der Woche
3 – mindestens 50.000 Schritte und 1 Mal Sport à 30 min in der Woche
4 – mindestens 50.000 Schritte in der Woche
5 – weniger als 50.000 Schritte in der Woche
Gut zu erkennen sind dabei die wichtigen Schwerpunkte. Das kontinuierliche Gehen ist dabei die Grundvoraussetzung vor einen „gut geschmierten“ Organismus. Der Körper ist kein Stein und will bewegt werden. Alle Flüssigkeiten fließen geschmeidiger, wenn das System in ständiger Bewegung bleibt.
Vielleicht bist du beim Sport lieber zu Zweit oder machst es gern in einer Mannschaftssportart. Wie auch immer du dich organisierst, die Motivation darf von innen kommen. Das ist die stärkste Form und garantiert Ausdauer und Disziplin. Wenn du dich mit jemanden zum Sport triffst, verpflichtest du dich auf einen Tag und eine Uhrzeit. Das garantiert dir nur allzu wenige Ausreden parat haben zu können.
Wenn du alleine Sport machst, dann wiegt bei einem Neuanfang der fette Schweinehund auf deinem Schoß ganz schön schwer. Er kann nur vertrieben werden, wenn du dir sportliche Ziele setzst, die auch erreichbar sind, den Wecker stellst und Freiräume dafür extra freistellst. Heutzutage stellt man sich das Handy zur Erinnerung, setzt den Sport auf die To do Liste des Tages und postet den Erfolg auf einem Social Media Kanal oder innerhalb einer Applikation im Newsfeed für alle angemeldeten Mitstreiter. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst auf Trab zu halten. Probiere sie einfach alle aus und entscheide dich für diejenigen, die am meisten Erfolg versprechen. Ich persönlich baue mir in der Woche flexible Freiräume mit etwa 30-60min ein, erinnere mich per elektronischer To do Liste und nutze eine HandyApp, die mich beim Sport begleitet, die Leistung aufzeichnet und anschl. automatisch innerhalb der App das Newsfeed mit meinem Sport füttert. Manchmal fotografiere ich die Umgebung beim Laufen und schmücke mit einem passenden Text meinen Beitrag, das bringt Erinnerungen und Emotionen ins Netz, schafft eine Art sportliches Tagebuch für mich und Andere. Das fühlt sich gut an und motiviert zu weiteren Taten.
Ich habe mir im weiteren Verlauf angewöhnt, den Sport auch hin und wieder in der Variante „eat the frog“ durchzuführen. Das heißt übersetzt „friss den Frosch“ und will heissen, eine Aufgabe durchzuführen, die sehr anstrengend oder unangenehm ist und gerne aufgeschoben wird. Ist diese jedoch abgeschlossen, stellt sich ein Hochgefühl ein, der zu weiteren großen Taten animiert. Es ist also die Aufforderung, die Komfortzone zu verlassen und zu wachsen. So entsteht Fortschritt. Und du willst dich weiterentwickeln!

 

Die Methode der Kleinstschritte 

Die durch mich beschriebene Methode kannst du immer und überall umsetzen, und das auch noch kostenlos. Das klingt ein wenig märchenhaft. Dabei ist das Prinzip sehr einfach.

Wenn du bei Null anfängst spürst du kaum eine Anstrengung, wenn du jeden Tag oder vielleicht jeden zweiten Tag einfachste Übungen nach einem bestimmten Schema machst. Dafür habe ich eine Tabelle entworfen, die dir später in einem Downloadbereich zur Verfügung stehen wird.

Meine Methode ist auf alle Altersgruppen und geschlechtsspezifisch anwendbar.
Hierzu ermitteln wir gemeinsam den aktuellen Gesundheitszustand und planen anschließend das vorliegende Potenzial weiter auszuschöpfen. Wir setzen uns Ziele und beginnen bei Null.
Die stetige Übung führt uns zum Erfolg und die Zeit ist dabei unser bester Freund!

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